Cranio-Sakrale Osteopathie - ein Ratgeber

Cranio-Sakrale Osteopathie - was ist das?

Dazu ein Auszug aus einer vergangenen Pressemitteilung des Verband der Osteopathen (VOD):

„…Bei dieser Form der osteopathischen Behandlung werden die therapeutischen Bewegungen vorwiegend im Bereich des Schädels und des Kreuzbeins ausgeführt. Die Methode wird zunehmend isoliert angeboten, ohne eine Verknüpfung zum übrigen Behandlungsspektrum der Osteopathen…“ (Pressemitteilung vom 03.08.2010)

„Halt, Moment: mein Osteopath arbeitet doch immer am Schädel und am Kreuzbein beziehungsweise prüft zumindest ob dort Befunde sind und bringt Sie anatomisch in Zusammenhang zu den restlichen Befunden..?“

Ja, richtig: die cranio-sakrale Osteopathie wird gerne als eigenständige Therapie verkauft (ähnlich wie auch Sportosteopathie), ist aber ein ganz normaler Ablauf in der vollständigen Befundung der Osteopathie beziehungsweise einer ganzheitlichen Therapie.

Meist als eigenständige Therapie ausgeführt durch Therapeuten, die die vollständige 5-jährige Osteopathieausbildung nicht durchlaufen haben und deshalb nur einen Teilbereich anbieten. Gerne auch weil es bei der cranio-sakralen Osteopathie (oder kraniosakralen Therapie) auch um Rhythmen des Gewebes geht, die schwer zu erklären sind. So muss man vielleicht nicht beweisen/erklären was man macht….

Osteopathische am Kopf
Cranio-Sakrale Therapie

Cranio-Sakrale Osteopathie ist in jeder osteopathischen Behandlung integriert

Nach wie vor beruht die Osteopathie als feines Handwerk auf der Wahrnehmung des Gewebes: 

  • Wo sind Veränderungen der Form, Dichte, Textur, Temperatur, Spannung des Gewebes?
  • In welcher Tiefe des Gewebes? In welcher Achse?
  • Was liegt dort anatomisch?
  • Wie sind angrenzende Befunde und wie beeinflussen sie sich gegenseitig?
  • Welche klinischen und osteopathischen Tests der dort liegenden Struktur sind auffällig?
  • Wie passt das zur Geschichte des Patienten, zur Anamnese, zur Symptomatik?
  • kann sich das Gewebe frei entfalten, vielleicht sogar mit einem gleichmäßigen Rhythmus?
  • und so weiter…  

Eine osteopathische Behandlung erfordert deshalb permanent höchste Konzentration und Wahrnehmung, immer wieder erneutes Einstellen und Kontrollieren der Veränderung im Gewebe. Die Arbeit am Schädel und am Kreuzbein ist dabei einfach Teil der Befundung und diese Befundung und die spätere Behandlung beruht auf den gleichen osteopathischen Prinzipien wie sonst auch. 

Wie sollte auch der Schädel oder das Kreuzbein getrennt vom Rest des Körpers betrachtet oder behandelt werden können? 

Insofern ist meine Frage und mein implizierter Rat an Sie: wieso sollten Sie eine Therapie in Anspruch nehmen, die nur einenTeil Ihres Körpers betrachtet und nicht besser eine tatsächlich ganzheitliche Therapie wie die „normale“ Osteopathie..

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